Wissenswertes

Liebe Eltern,

 

alle Eltern sind begeistert, wenn ihre Kinder die ersten Worte in ihrem Leben sprechen.

Meist sind dies „Mama“ oder „Papa“, oft auch einfache Laute, mit denen das Kind den ersten sprachlichen Kontakt herstellt. Wie gut das Kind auf dem späteren Lebensweg die sprachlichen Kompetenzen ausbauen kann, hängt vor allem von der kommunikativen Zuwendung der Eltern ab.
Aber auch die Kommunikationsbedingungen der Gesellschaft spielen eine entscheidende Rolle. Konsumverhalten, Mediennutzung, soziale Sicherheit, Wohnortwechsel, Normen, Werte und viele andere Komponenten beeinflussen Kinder auf ihrem Lebensweg.

 

Die Familie hat einen wesentlichen Einfluss auf die Sprachentwicklung des Kindes. Für eine gesunde Sprachentwicklung sind Wertschätzung von Sprache, sprachliche Anregung im Elternhaus und die Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften in Kindergarten und Schule eine wichtige Basis.

Nur wenn Familie, Kindergarten, Schule und Vereine gut zusammenarbeiten, lässt sich die Sprachentwicklung von Kindern erfolgreich fördern.

Eine gute Zusammenarbeit dieser gesellschaftlichen Institutionen ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Förderung der Kinder.

Voraussetzungen für das Erlernen von Sprache ist das Intaktsein aller Sinne:

 

  • Bewegung (Grob-, Fein- und Mundmotorik)

 

  • Körper, Organismus (Entwicklung der Sinnesorgane: Augen, Ohren, Hände)

 

  • Wahrnehmung (Sehen, Hören, Fühlen)

 

  • Gleichgewicht (statisch und dynamisch)

 

  • Denken, Gedächtnis (Entwicklung der Begabung, Merkfähigkeit)

 

  • Sozialverhalten (Familie, Kindergarten, Schule)


Die Sprachentwicklung ist in der Regel mit 4 Jahren soweit vorangeschritten, dass grobe Aussprachefehler und Auffälligkeiten im Satzbau nicht mehr vorkommen.
Wenn mindestens einer der oben genannten Voraussetzungen in der sprachlichen Entwicklung beeinträchtigt ist, kann eine Sprachentwicklungsverzögerung entstehen.

 

Dies kann sich zeigen durch:

 

  • Fehler in der Aussprache

 

  • zu kurze oder fehlerhafte Sätze

 

  • Nuscheln durch unzureichendes Zusammenspiel der Lippen und Zungenbewegungen

 

  • Schwierigkeiten beim Sprachverständnis

 

  • Mangelnde Konzentration und Ausdauer

 

  • Schwierigkeiten beim Behalten von Sprache z.B. von Aufträgen, Erklärungen oder Liedtexten

 

 

Machen Sie Ihr Kind nicht auf seine Sprachfehler aufmerksam.
   
Zunächst ist es wichtig, dass Ihr Kind spricht.
Wie es die Laute bildet, ist zweitrangig.
    Die Sprechfreude ist wichtiger als die korrekte Aussprache!
Fallen Sie Ihrem Kind nicht ins Wort, wenn es Fehler macht.
Auch folgende Korrekturen sollten Sie vermeiden:
"Das heißt nicht Lanne, das heißt Kanne sag‘ mal Kanne!"
   
Ihr Kind bekommt sonst immer wieder ein Gefühl des Misserfolges.

 

Stattdessen können Sie die Wörter/ Sätze Ihres Kindes
in richtiger Form wiederholen, z.B.:

Kind: "Wir Hause gehen."    
    Eltern: "Ja, wir gehen nach Hause."

    Kind: "Is dehe in den Tinderdarten"    
    Eltern: "Wenn ich hier fertig bin, gehen wir in den Kindergarten."

    Kind: (zeigt auf einen Traktor): "Bagger!"
    Eltern: "Der Traktor zieht einen Anhänger."
  
Hierdurch fühlt sich das Kind nicht ermahnt oder bestraft,
sondern bekommt vielmehr ein Sprachangebot.